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aufsteigende Reihenfolge bis 1966

Quelle: www.koelnerkarneval.de & www.karneval.de - Zusammengewürfelt von Michael G. Oswald

mit Daten, Fakten, Erläuterungen, Dreigestirnen, usw.


1900 05.03. - zwei Jahrtausende rheinischen Lebens

Prinz Josef Winter
Mitarbeiter in der väterlichen Brauerei Winter, die er später übernahm
Casino Gesellschaft

Bauer Franz Reimbold (Bruder vom Bauern 1899)
Mitbegründer der Fa. Gebrüder Reimbold
kein Mitglied einer Karnevalsgesellschaft

Jungfrau Theodor Klein
Student
kein Mitglied einer Karnevalsgesellschaft


1901 18.02. - Was uns das neue Jahrhundert bringt

Prinz Rudolf Scholz jun.
Beruf unbekannt
Große Kölner KG

Bauer Wilhelm Kränkel
Generalvertreter der Pilsener Genossenschaftsbrauerei
Gesellschaft unbekannt

Jungfrau Edmund Steinbach
Hier ist nur der Name bekannt.


1902 10.02. - Schiller und Goethe auf dem Carneval zu Köln

Wieder hatte man eine Woche vor Karneval noch keine Kandidaten für Prinz, Bauer und Jungfrau.

Da musste man auf Bewährtes zurückgreifen.

Prinz Franz Depenheuer (Prinz 1888)
Fabrik für Eisenkonstruktionen
Grosse KG von 1823


Bauer Hermann Faßbinder (Bauer 1890)
Kaufmann
Rote Funken

Jungfrau Peter Cader (Bruder von Jungfrau 1890)
Beruf unbekannt
Bürgergesellschaft Köln von 1863


1903 23.02. - Lebende Lieder

Prinz Ferdinand Kraus
Vertreter für Röhrendampfkessel
Große Kölner KG

Bauer Wilhelm Peters
Teilhaber der Fa. A. Göbel und Cie. Colonialwaren
Große Kölner KG

Jungfrau Fritz Tholfuß
Geschäft für Orden, Medaillen und Vereinsabzeichen
Große Kölner KG

Jungfrau und Bauer


1904 15.02. - Des Prinzen Rheinfahrt bei seiner Heimkehr aus dem Süden

Prinz Prof. Dr. Karl Zilkens
Arzt und Zahnarzt
Bürgergesellschaft Köln von 1823

Bauer Erasmus Pott
Dachdecker und Klempnermeister
Grosse KG von 1823

Jungfrau Hans Coelsch
Student
Grosse KG von 1823

Bauer und Jungfrau

Das erste und einzige Mal in der Geschichte des Kölner Karnevals trug der Prinz 1904 kein rot-weißes Ornat. Als gebürtiger Ehrenfelder ging er in den Ehrenfelder Farben blau-gold.


1905 06.03. - Eine Blütenlese aus dem Kölner Adressbuch

Prinz Ernst Hunzinger
Teilhaber der Fa. Cour und Hunzinger
Agenturen und Lebensmittel
Große Kölner KG


Bauer Franz Ulonska
Teilhaber der Fahnenfabrik Richter
Grosse KG von 1823

Jungfrau Carl Düren (Venetia 1889)
Porzellanwarenhandlung Holstein und Düren
Kölner Männer-Gesang-Verein


1906 26.02. - Das Prunkmahl des Prinzen Karneval

Dem Prinz, dessen Bedeutung von Jahr zu Jahr stieg, stellte man eine eigene Garde zur Seite, die ihn fortan bei allen Auftritten begleiten sollte, die Prinzen-Garde.


Prinz Wilhelm Welsch
Weinhändler
Prinzen-Garde

Bauer Gustav Nolting
Großhandel für sanitäre Anlagen und Baumaterialien
Prinzen-Garde

Jungfrau Emil Mewes
Architekt
Prinzen-Garde


1907 11.02. - Bilder aus dem Kölner Leben

Prinz Heinrich Schlimbach
Architekt
Grosse KG von 1823

Bauer Peter Thelen
Teilhaber der väterlichen Zuckerfabrik
Grosse KG von 1823

Jungfrau Jean Wirz
Gastwirt
Grosse KG von 1823


1908 02.03. - Bilder aus dem Kölner Leben

Prinz Felix Chorus
Fabrikant und Kaufmann
Leibgarde des Prinzen Karneval

Bauer Heinrich Thorbeck
Geschäft für Polstermaterialien, Möbelstoffe und Wagenbau
Leibgarde des Prinzen Karneval

Jungfrau Josef Bönsch
Besitzer der Hotels Victoria und Bellevue
Leibgarde des Prinzen Karneval

Die Prinzen-Garde hatte sich 1908 gespalten. Das Reiterkorps gründete die Leibgarde des Prinzen Karneval, die jedoch keinen langen Bestand hatte.


1909 22.02. - Die verkehrte Welt

Prinz Josef Bönsch (Jungfrau 1908)
Besitzer der Hotels Victoria und Bellevue
Leibgarde des Prinzen Karneval

Bauer Kurt Bruck
Mitinhaber des Reichshallen- und Metropoltheaters
Leibgarde des Prinzen Karneval

Jungfrau Paul Bruck
Mitinhaber des Reichshallen- und Metropoltheaters
Leibgarde des Prinzen Karneval


1910 07.02. - Aus aller Welt

Prinz Jacob Schoß
Weingroßhändler
Blaue Funken

Bauer Otto F. Meyer
Kaufmann
Kölner Klub für Wassersport

Jungfrau Josef Pleiß
Prokurist
Kölner Klub für Wassersport


1911 27.02. - Verkörperte Zitate

Prinz Emil Grewe
Mitinhaber der Baubeschlaghandlung Möst und Grewe
Leibgarde des Prinzen Karneval

Bauer Willy Hünnes
Betreiber eines Kinos
Leibgarde des Prinzen Karneval


Jungfrau Hubert Möst
Mitinhaber der Baubeschlaghandlung Möst und Grewe
Leibgarde des Prinzen Karneval


1912 19.02. - Deutsche Städte huldigen der Colonia und dem Prinzen Karneval

Auf Grund der politischen Unruhen war es schwer drei geeignete Kandidaten zu finden. Der Prinz wurde schließlich am Karnevalsfreitag gefunden und Bauer und Jungfrau erst am Karnevalssamstag.

Prinz Heinrich Hünnes (Bruder des Bauern 1911)
Kartoffel- und Getreidehändler
Grosse KG von 1823

Bauer Christian Krutwig
Ziegelei- und Sandgrubenbesitzer
Blaue Funken

Jungfrau Josef Schäfer
Beruf unbekannt
Grosse KG von 1823


1913 03.02. - Sang und Klang im Karneval (kürzeste Session)

Prinz Franz Oberliesen
Inhaber der Firma Theodor Hollender (Herde. Öfen, Küchengeräte)
Prinzen-Garde

Bauer Christian Esse
Beruf unbekannt
Ehrengarde der Stadt Köln

Jungfrau Carl Horatz
Teilhaber der Fa. Snog und Cie (Braut- und Kommunionskränze)
Ehrengarde der Stadt Köln

Jungfrau und Bauer


1914 23.02. - Weltausstellung in Köln

Prinz Fritz Herrmann
Architekt
Große Kölner KG

Bauer Theodor Preuß
Biergroßhändler
Ehrengarde der Stadt Köln

Jungfrau Engelbert Klein
Dekorationsmaler
Ehrengarde der Stadt Köln

Jungfrau und Bauer


1915 15.02. - kein Zug: 1. Weltkrieg

Auf den Karneval 1914 folgte der erste Weltkrieg und eine lange Besatzungszeit. Die englische Besatzungsmacht sprach ein Karnevalsverbot aus. Obwohl der Karneval erst 1925 bedingt wieder erlaubt wurde, gab es 1924 schon wieder ein Dreigestirn, von dem der Bauer unbekannt ist.


1916 06.03. - kein Zug


1917 19.02. - kein Zug


1918 11.02. - kein Zug


1919 03.03. - kein Zug

Besatzung in Köln, schlechte Nachkriegszeit


1920 16.02. - kein Zug


1921 07.02. - kein Zug


1922 23.02. - kein Zug


1923 12.02. - kein Zug


1924 03.03. - kein Zug

Prinz Christian Wirges
Drogist
Prinzen-Garde

Bauer unbekannt


Jungfrau Willi Dohmen
Süßwarengroßhandel
Prinzen-Garde

Es ging kein Rosenmontagszug


1925 23.02. - kein Zug

Im Dezember 1924 wurde der Sitzungskarneval für 1925 wieder erlaubt. Das Tragen von Kostümen in der Öffentlichkeit blieb weiter verboten. Da der Rosenmontagszug verboten war, zogen Prinz, Bauer und Jungfrau erstmals in vollen Ornat auf den Sitzungen auf.



Prinz Dr. Kurt Töppel
Diplom Kaufmann
Prinzen-Garde

Bauer Carl Otte
Kaufmann
Rote Funken

Jungfrau Peter Höchstenbach
Vermietung von Privat- und Gesellschaftswagen
Blaue Funken

Es ging kein Rosenmontagszug


1926 15.02. - kein Zug: Besatzung bis 30.01.1926

Immer noch war der Straßenkarneval verboten.
Trotzdem fanden sich an en Karnevalstagen Kinder und Jugendliche spontan zu verschiedenen Zügen zusammen.

Prinz Dr. Adalbert Oster
Oberchemierat
Große Kölner KG

Bauer Philipp Herold
Inhaber der Blumenhandlung Herold
Große Kölner KG

Jungfrau Peter Heydenreich
Autoverkäufer bei Opel
Große Kölner KG

Jungfrau und Bauer


1927 28.02. - Aus der Neuen Zeit (Bunte Kappenfahrt)

Prinz Ferdinand Leisten sen.
Ofenhaus Leisten
Große Kölner KG


Bauer August Waimann
Kaufmann
Große Kölner KG


Jungfrau Hans Holz
Diplom- Kaufmann
Blaue Funken

Da erst 14 Tage vor Karneval die Genehmigung zu einer Kappenfahrt ausgesprochen wurde, fand kein Rosenmontagszug statt

Die Kappenfahrt ging unter dem Motto:
Bunte Kappenfahrt aus der neuen Zeit


1928 20.02. - Die Pressa im Spiegel des Kölner Karnevals

Prinz Franz Robens
Vertreter einer Tabakwarenfabrik
Große Kölner KG

Bauer Walter Rüsche
Handelsvertreter
Große Kölner KG

Jungfrau Josef Maier
Inhaber des Brauhauses Kolter
Große Kölner KG

Es durfte wieder Karneval gefeiert werden wie vor dem Krieg.


1929 11.02. - Ab- und Aufbau im Spiegel des Kölner Karnevals

Prinz Karl Breidenbach
Besteckhersteller
Große Kölner KG

Den Bauern sollte Hans Bauwens (Große Kölner KG) darstellen. Wegen einer schweren Erkrankung seiner Mutter musste er das Amt wieder zur Verfügung stellen. Für ihn sprang Max Schleh ein.

Bauer Max Schleh
Mitinhaber der Motorradfirma Bischof und Co.
Große Kölner KG

Jungfrau Martin Roettgen
Kaufmann bei der Kellerei Deutz und Geldermann
Große Kölner KG


1930 03.03. - Die Welt im Jahre 2000

Prinz Winand Kolfenbach
Architekt
Große Allgemeine KG

Bauer Karl Münchow
Architekt
Prinzen-Garde

Jungfrau Georg Rung
Kaffeerösterei und Kolonialwarenhandlung
Rote Funken


1931 16.02. - kein Zug: Wirtschaftskrise


1932 08.02. - kein Zug: Wirtschaftskrise


1933 27.02. - Karneval wie einst

Erstmals zogen die Veedelszöch durch Köln zu denen der
Bürgerausschuss und das Festkomitee aufgerufen hatten.


Prinz Franz Robens (Prinz 1928)
Vertreter einer Tabakwarenfabrik
Große Kölner KG

Bauer Willi Jansen
Bäckermeister
Kölner Narren-Zunft


Jungfrau Paul, Kops
Juniorchef der Firma Sperrholz Kops
KG Rheinländer


1934 12.02. - Kölner Bilder

Prinz Dr. Eugen Boden
Rechtsanwalt
Rote Funken

Bauer Carl Zimmer
Inhaber der Firma Pejozi (Peter Josef Zimmer Umzüge)
Rote Funken

Jungfrau Willy Füllenbach
Konditor und Inhaber von Café Füllenbach
Prinzen-Garde


1935 04.03. - Prinz Karneval filmt

Prinz Konrad Maaßen
Ingenieur
Große Kölner

KG Bauer Willi Unkelbach
Angestellter in der elterlichen Lebensmittelhandlung
Prinzen-Garde

Jungfrau Arnold Unkelbach
Schüler (stand im Abitur)
Prinzen-Garde

Erstmals hatte der Prinz ein eigenes Motto.

Prinzen-Motto: Freude über alle Maaßen

Jungfrau und Bauer


1936 24.02. - Alt Kölle läv en Spröch un Zitate (ist zum ersten mal kölsch)

Es gab erstmals eine feierliche Prinzenproklamation.


Prinz Fritz Riese
Konditor und Inhaber von Café Riese
Prinzen-Garde

Bauer Hermann Kemp
Handelsvertreter
Prinzen-Garde

Jungfrau Josef Trompeter
Bäckermeister
Prinzen-Garde

Prinzen-Motto: Jeder su jeck wie d´r Fritz


1937 08.02. - Märchen und Sagen aus aller Welt

Der Karneval wurde mehr und mehr ein Fest der Nazis. In ganz Deutschland wurde für den Kölner Karneval geworben. Der Karneval drohte zur Farce zu werden.

Prinz Hermann Münchow (nicht verwandt mit Bauer 1930)
Inhaber der Kreidemühle Teutonia
gehörte keine Gesellschaft an

Bauer Werner Nolte
Kaufmann
Prinzen-Garde

Jungfrau Josef Pütz
Bierbrauer
Ehrengarde der Stadt Köln

Prinzen-Motto: Lasst den Frohsinn Wellen schlagen in des Prinzen frohen Tagen.


1938 28.02. - Die Welt im Narrenspiegel

Es gab eine umstürzende Neuerung. Auf Druck der NSDAP hin, die hart gegen die Homosexualität kämpfte, musste die Jungfrau von einer Frau dargestellte werden. Die männliche Jungfrau im Karneval ergab sich anfangs zwangsläufig, da der Karneval eine reine Männerangelegenheit war. Im Laufe der Zeit wurde sie zur Tradition.



Prinz, Bauer und Jungfrau werden erstmals „Dreigestirn“ genannt.


Prinz Peter Hubert Schupp
Bes. einer Bananenreiferei
Lindenthaler Husaren


Bauer Johannes Wiesbaum
Versicherungsagent
Rote Funken


Jungfrau Paula Zapf
Angestellte bei Bierbaum und Proenen (Bekleidungshersteller)
keine Gesellschaft

Prinzen-Motto: Im Jubel und Trubel, bei fröhlichem Singen, will über Köln mein Zepter ich schwingen.


1939 20.02. - Singendes, klingendes, lachendes Köln

Prinz Josef Geyer (Prinz Jupp I.)
Prokurist bei Stüssgen (Lebensmittelkette)
Prinzen-Garde

Bauer Heinz Stollenwerk   (Bauer Heinz)
Inhaber einer Fa. für Autozubehör
Große Kölner KG


Jungfrau Else Horion (Jungfrau Else)
Kindergärtnerin bei der Fa. Stollwerck
keine Gesellschaft

Da die Personen, die das Dreigestirn darstellten immer mehr an Bedeutung gewannen, bekamen sie nun Namen. So war der Prinz  z.B. nicht mehr länger nur der Prinz, er war jetzt Prinz JuppI.

Prinzen-Motto: Jedem Jeck sing Kapp


1940 05.02. - kein Zug: 2. Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg setzt dem Karneval ein Ende. Hinter verschlossenen Türen gab es zwar noch ein Dreigestirn, das aber nur für eine interne Veranstaltung in Erscheinung trat. Man wollte sich einfach dem Verbot nicht beugen.

Prinz Peter Beu
Generalvertreter für Juteartikel
Prinzen-Garde

Bauer Christian Masson
Inhaber einer Damenhutfabrik
Prinzen Garde

Jungfrau Elfriede Figge
kaufmännische Angestellte
keine Gesellschaft

Einen Rosenmontagszug gab es nicht.


1941 24.02. - kein Zug


1942 16.02. - kein Zug


1943 08.03. - kein Zug


1944 21.02. - kein Zug


1945 12.02. - kein Zug

Ereignisse im Kölner Karneval 1945

Et muss widder jet ze laache jevve!", meinten ein paar junge Männer im Oktober 1945, als sie mit Thomas Liessem über den Karneval sprachen. "Un söns hatt ihr kein Sorje?", schüttelte der spätere Brauchtumsvater sein weises Haupt. Am 11.11.1945 wird die "Kölnische" aus der Taufe gehoben, nachdem zuvor im Kegelclub "Die Senk" anlässlich einer Ahr-Tour beim Winzerverein in Rech die Vorbesprechungen stattgefunden hatten.
Die Roten Funken bringen bei einem Treffen am 29. September nach einem Aufruf von Eberhard Hamacher "Em Hohndersch" am Hahnentor wieder 55 Mann auf die Beine.
In einer Zeitungsnotiz heißt es: "Eine karnevalistische Veranstaltung hatte im nördlichen Stadtteil eine Anzahl Prothesenträger des vergangenen Krieges zusammengeführt, wobei ein junger Beinamputierter mit unverwüstlichem Humor das Präsidentenzepter führte.
In der Aula der Universität spielt die Cäcilia Wolkenburg ihr erstes Nachkriegsdivertissementchen: "Der Jan kütt heim!"
Mit "Das Glücksmädel" eröffnen Willy und Lucy Millowitsch ihr von Zerstörungen fast verschont gebliebenes Theater auf der Aachener Straße.
Ab Ende September gehen im Tazzelwurm die ersten kölschen Revuen über die Bühnenbretter.


1946 04.03. - kein Zug: Schlechte Nachkriegszeit

Ereignisse im Kölner Karneval 1946

Im Bavaria Palast am Appellhofplatz finden die ersten karnevalistischen Veranstaltungen statt: Als Auftakt heißt es vom 10. bis 19.11. "Ajuja" und ab 20.11. gibt es das neue Programm "Laach dich kapott". Mitwirkende sind u.a. Jupp Schlösser, Willi Klett, Drei Mötze, Matthias Brück, August Batzem und der heute 100jährige Karl Schmitz-Grön.
Im Tazzelwurm auf der Zülpicher Straße hebt Karl Berbuer Ende des Jahres sein "Kartoffellied" aus der Taufe. Zuvor hatte er schon mit "Au yes Marie, au yes" die Engländer gefoppt.
Am 26. August unternimmt die "Ehrengarde" in Gemeinschaft mit der "Prinzengarde" und der "Großen Kölner" eine Rheindampferfahrt, der seitens der Ehrengarde am 11.11.1946 ein "urkölscher Ovend" im Atlantic-Hotel folgt.


1947 17.02. - kein Zug

Ereignisse im Kölner Karneval 1947

Der Kölner Stadtrat erlässt eine Verordnung: "Der Karneval ist von Alters her ein stadtkölnisches Volksfest, in dem sich die Lebensfreude der Kölner Bevölkerung stets offenbarte. Aber über dem Karneval steht der Ernst der Zeit. Um ihm auch für zukünftige bessere Tage den Charakter eines Volksfestes zu wahren und um jeder geschäftlichen Ausbeutung vorzubeugen, ist für das Jahr 1947 die Veranstaltung von organisierten Umzügen, öffentlichen Maskenbällen und Kostümfesten nicht zugelassen."
Am 17. Januar wird der Festausschuss des Kölner Karnevals wieder ins Leben gerufen. Die Vertreter der 25 Mitgliedsgesellschaften wählen Albrecht Bodde zum Präsidenten. Bereits am 1. Januar hatten die "Lyskircher Junge" mit einer Herrensitzung im Hotel Atlantic die neue Session eröffnet.
Am 15. Januar folgt ihnen die "Ehrengarde der Stadt Köln" mit einem "karnevalistischen Tanztee".


1948 09.02. - kein Zug

Ereignisse im Kölner Karneval 1948

Unter Musik, begleitet von einigen tausend kölschen Pänz, ziehen die "Roten Funken" mit Wache und Spielmannszug vom Rathaus -damals im Allianz-Gebäude- auf den Kaiser Wilhelm-Ring.
Im Williams-Bau feiern Festkomitee und Rote Funken ihr 125jähriges Jubiläum.
Grete Fluss glänzt im Williamsbau, im Kaiserhof und im Tazzelwurm in einigen kölschen Revuen, die aber nicht mehr an die Erfolge der Vorkriegs-Aufführungen anknüpfen können.
Willi Schneider macht das Lied von August Schnorrenberg "Am Dom zo Kölle, zo Kölle am Rhing" im Jahr des 700jährigen Dombau-Jubiläums weltbekannt.


1949 28.02. - Mer sin widder do un dun wat mer künne (Erweiterte Kappenfahrt)

Der Karneval fing nach dem Krieg mit einer erweiterten Kappenfahrt an. Man fand auch wieder zur alten Tradition zurück und kürte eine männliche Jungfrau.


Prinz Theo Röhrig (Prinz Theo I.)
Weinhändler
Große Kölner KG

Bauer Andreas Müller (Bauer Andreas)
Fa. für Kühlwasserbau
Lyskircher Junge

Jungfrau Fred Reulen (Jungfrau Friedel)
Inhaber des Tanzlokals „Fröhlicher Weinberg“
Ehrengarde der Stadt Köln

Prinzen-Motto: Friede und Freude

Ereignisse im Kölner Karneval 1949

Am 3. Juli beteiligen sich 150 Karnevalsvereine an der Enthüllung eines Gedenksteins für den Kölner Komponisten und Liedertexter Willi Ostermann im Nachtigallental bei Königswinter. Der Stein und der Platz erinnern an Ostermanns Lied "Da wo die sieben Berge am Rheinesstrande stehn..."
Erste "erweiterte Kappenfahrt" unter dem Motto. "Mer sin widder do un dunn wat mer künne!" Prinz Theo (Röhrig), Bauer Andreas (Müller) und Jungfrau Friedel (Fred Reulen) bilden das erste Nachkriegs-Dreigestirn. Sie geben sich das Motto: "Friede und Freude".
Die Session hat noch ein stadtgeschichtliches Nachspiel: In einem als Aprilscherz gedachten Leserbrief in der Kölnischen Rundschau hieß es, das Kölner Dreigestirn werden Punkt 11 Uhr mit der Entschuttung des Kölner Gürzenich beginnen. Auch der Prinz las diesen Brief und so kam es, dass um 11 Uhr am Gürzenich ein Lastwagen vorfuhr, dem das "Dreigestirn" in Zivil "met Schöpp un Hack" entstieg. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung begann der Wiederaufbau des Gürzenich.
Die Gold- und Silberschmiede-Innung richtet einen Ordenswettbewerb unter ihren Lehrlingen aus, der sich bis heute gehalten hat und dessen Teilnehmer die Ergebnisse ihrer Arbeit alljährlich in einer Ausstellung zur Schau stellen.
Der Ostermann-Brunnen am Kölner Eisenmarkt erlebt seinen ersten richtigen Karneval. Am Elften im Elften um 11.11 Uhr versammelt Hans Jonen, Baas der kurz zuvor gegründeten Karnevalistenvereinigung "Muuzemändelcher" seine Mitglieder, um den großen Meister zu ehren. Oberbürgermeister und Festausschuss sind auch zugegen; die Veranstaltung wird zum Vorläufer der heutigen Veranstaltungen zum Elften im Elften.
Im Hänneschen finden die ersten Sitzungen mit Reden, Liedern und Korpsaufzügen statt.


1950 20.02. - Kölle wie et ess un wor, zick 1900 Johr

Prinz Peter Franzen (Prinz Peter III.)
Kartoffelgroßhandel
Große Kölner KG

Bauer Josef Zorn (Bauer Jupp)
Mitinhaber der Stein- und Marmorfirma Zorn
Große Kölner KG

Jungfrau Wilhelm Nasse (Jungfrau Wilhelmine)
Juwelier und Goldschmied
Große Kölner KG

Prinzen-Motto: Freude in alle Herzen

Ereignisse im Kölner Karneval 1950

Das 1900jährige Stadtjubiläum steht im Mittelpunkt des karnevalistischen Geschehens.
Rund 1 Million Zuschauer sorgen beim Rosenmontagszug, der unter dem Motto "Kölle, wie et es un wor, zick 1900 Johr" steht, für organisatorische Probleme.
Das Festkomitee richtet ein "Literarisches Komitee" ein, das junge Redner und Sänger nach Inhalt, Form und Darbietung durch Sachkundige beraten soll.
Das "Reiterkorps Jan von Werth" feiert sein 25jähriges Bestehen am 29. Januar im "Kleinen Gürzenich" am Neumarkt. In der gerade wiederhergestellte und noch nicht in Betrieb genommenen Kassenhalle der Kreissparkasse Köln finden mehr als 30 Sitzungen zahlreicher Kölner Karnevalsgesellschaften statt. Darunter auch die von Herbert Limbach, Präsident der "Greesberger" ins Leben gerufenen "Hausfrauen-Nachmittage" - Vorläuferin der heutigen "Mädchersitzungen".


1951 05.02. - Kölle en Dur un Moll

Prinz Dr. Edmund Strücker (Prinz Edmund I.)
Diplom Kaufmann, Dr. rer.pol.
Prokurist im Kaufhaus Frank
Prinzen-Garde

Bauer Klaus Bintz (Bauer Nikolaus)
Kaufmann bei einer Schifffahrtsspedition
Prinzen-Garde

Jungfrau Heinz Beyer (Jungfrau Henriette)
Inhaber der mitteldeutschen Metallgießerei Andernach
Prinzen-Garde

Prinzen-Motto: Eintracht und Liebe, Frohsinn und Freude

Ereignisse im Kölner Karneval 1951

Aus der Zusammenarbeit der Lyskircher Junge, interessierter Lehrer, des Bürgerausschusses und des Amtes für Kölnisches Volkstum geht der erste "Schullzog" am Karnevals-Sonntag, dem 4. Februar 1951, hervor. Von 1952 an gehen die Schullzög vor den "Veedelszög" her.


Der Komponist Heinrich Frantzen (Der Treue Husar) und der Texter Leo Renner beteiligen sich an einem Wettbewerb um eine neue Deutsche Nationalhymne. Mit dem KMGV "Polyhymnia" wird ein Musikstück aufgenommen und an den Bundespräsidenten Theodor Heuss geschickt: "Mein Deutschland! Mein Deutschland! Dir gilt mein ganz Begehren!..." heißt es im Refrain.


1952 25.02. - Kölsche Krätzcher

Prinz Johann Maria Wolfgang Farina (Prinz Johann Maria I.)
Kaufmann im Familienbetrieb „Farina gegenüber“
Große Kölner KG

Bauer Dr. Josef Winterscheid (Bauer Jupp)
Arzt
Ehrengarde der Stadt Köln

Jungfrau Fritz Blasweiler (Jungfrau Friederike)
Verkaufsingenieur bei Ford
Ehrengarde der Stadt Köln

Prinzen-Motto: Echt kölnisch Herz in Freud und Schmerz

Ereignisse im Kölner Karneval 1952

Mit Johann Maria Wolfgang Farina, 1927 in Godesberg geboren, tritt ein junger, charmanter und schlagfertiger Prinz mit klangvollem Namen in den Mittelpunkt des Karnevals. Da er keiner Gesellschaft angehört, ernennt ihn die "Große Kölner" zum Ehrensenator.
Die "Ehrengarde der Stadt Köln" feiert ihr 50jähriges Jubiläum. Abordnungen von Karnevalsgesellschaften aus der ganzen Bundesrepublik kommen nach Köln und lassen das Fest der Ehrengarde zu einer der größten Karnevals-Veranstaltungen werden.


1953 16.02. - Kölsch Theater

Prinz Heinz Vogeler (Prinz Heinz IV.)
Inhaber einer Malerfirma
Ehrengarde der Stadt Köln

Bauer Willy Krämer (Bauer Willy)
Automechaniker
Ehrengarde der Stadt Köln

Jungfrau Heinz Meindorf (Jungfrau Henriette)
Inhaber einer Malerfirma
Ehrengarde der Stadt Köln

Prinzen-Motto: Mie Hätz för Kölle
 

Ereignisse im Kölner Karneval 1953

Erstmals schaltet sich das Deutsche Fernsehen ein und berichtet vom Kölner Rosenmontagszug. "Kölsch Thiater", so das Motto, kommt so in die Deutschen Wohnstuben, in denen eines von rund 4000 bis dato verkauften Fernsehgeräten steht.


1954 01.03. - Dat löstige Patentamp Kölle

Prinz Hubert Camps (Prinz Hubert II.)
Kaufmann und Metzgermeister
Kölnische KG

Bauer Erasmus Schaub (Bauer Erasmus)
Generalvertreter für Schuhbedarf
Kölnische KG

Jungfrau Theo Bischof (Jungfrau Theodora)
Drogist
Kölnische KG

Prinzen-Motto: Noch mieh Freud

Ereignisse im Kölner Karneval 1954

Mit der Gründung des "Großen Senats" erschließt Thomas Liessem eine generöse Geldquelle für den Kölner Karneval. Unter dem Vorsitz von Jan Brügelmann - heute noch im Amt - engagieren sich Wirtschaftsführer, Unternehmer und Industrielle für das vaterstädtische Fest.

Die Kölner Polizei setzt erstmals Hubschrauber zur Überwachung des Rosenmontagszuges ein.


1955 21.02. - Lachende Sterne über Köln

Prinz Alfred Neven DuMont (Prinz Alfred I.)
Verleger und Herausgeber des Kölner Stadt Anzeigers
Ehrengarde der Stadt Köln


Bauer Hans Borgel
Besitzer der Autohauses Borgel
DKG Schäl Sick


Jungfrau Günter Balve (Jungfrau Gundi)
Verlagskaufmann bei Neven DuMont
Blaue Funken

Prinzen-Motto: Alles för Kölle

Ereignisse im Kölner Karneval 1955

Mit dem 27jährigen Alfred Neven DuMont als Prinz Alfred I. übernimmt der Spross einer alteingesessenen und angesehenen Kölner Familie das Prinzenamt. Der heutige Verleger und Herausgeber des "Kölner Stadt-Anzeiger" und des "Express" ist seit 1991 Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Köln. Seine "Erlebnisse" als Karnevalsprinz hielt er in einer auch im Druck erschienenen Dokumentation fest.
Auf der vom Fernsehen übertragenen Prinzenproklamation im Williams-Bau tritt auch eine bis dato nahezu unbekannte Gesangs-Gruppe auf: Die Mainzer Hofsänger, hernach langjähriges Aushängeschild der "Määnzer Fassenacht", beginnen ihre karnevalistische Karriere in Köln (!)
Karl Berbuer reist auf Einladung der "Rheinischen Karnevalsgesellschaft Zuppegröns" im Februar in die USA. Im Lied "Ja die Cowboys vom Rheinesstrans" hater anschließend seine Eindrücke verarbeitet.


1956 13.02. - Spaß an der Freud

Prinz Winand Müller (Prinz Winand II.)
Vermessungsingenieur
Prinzen-Garde

Bauer Josef Casper (Bauer Josef)
Verwaltungsdirektor einer Versicherung
Prinzen-Garde

Jungfrau Wilhelm Austermann (Jungfrau Wilhelmine)
Verkaufsleiter für Feinkosterzeugnisse
Prinzen-Garde

Prinzen-Motto: Met kölschem Senn en de Freud eren


1957 04.03. - Laßt Blumen sprechen

Prinz Willy Herold (Prinz Willy III.)
Sohn von Bauer 1926
Blumenbindemeister im elterlichen Geschäft
Kölner Narren-Zunft

Bauer Siegfried Schlewing (Bauer Siegfried)
Inhaber der Fa. Westdeutsche Landesprodukte
Große Kölner KG

Jungfrau Bodo Glaub (Jungfrau Bodi)
Inhaber des einzigen Spezialgeschäfts für Bestecke in Deutschland
Große Kölner KG

Prinzen-Motto: Für Euch Kölns schönster Blumenflor, Freude, Frohsinn und Humor.

Jungfrau und Bauer

Ereignisse im Kölner Karneval 1957

In Köln findet die Bundesgartenschau statt und der Karneval erweist dieser Veranstaltung seine Reverenz: "Lasst Blumen sprechen" lautet das Motto des bei strahlendem Sonnenschein durch die Stadt ziehenden Rosenmontagszuges, der mit 1,5 Millionen Zuschauern eine Rekordbeteiligung hat. Prinz Willi III. (Herold), heutiger Nestor des Kölner Karnevals, dessen Wagen ein einziges Blumenmeer von 60 000 roten und weißen Nelken ist, erhält den Beinamen "Blumenprinz". Unvergessen auch Willi Breuers Lied: "Lasst Blumen sprechen, in Köln am Rhein, der Stadt des Frohsinns, voll Sonnenschein..." Die Eilemänner packten das Blumen-Thema humorvoll an: "Ich han hück mingem Kaktus de Stachele avraseet, dä weed bestemp prämeet..."


1958 17.02. - Mir jöcken öm de Welt

Prinz Walter Ebers (Prinz Walter I.)
Kinobesitzer
Kölnische KG

Bauer Hans Kolb (Bauer Hans)
Abteilungsleiter bei Gerling
Blaue Funken

Jungfrau Carl Lehmann (Jungfrau Carla)
Inhaber Blumen Lehmann
Blaue Funken

Prinzen-Motto: Kamelle un Strüßger en alle Hüsger


1959 09.02. - Schlagerparodie 1959

Prinz Ferdi Leisten (Prinz Ferdi III.)
Sohn von Prinz 1927
Inhaber des Ofenhaus Leisten
Ehrengarde der Stadt Köln

Bauer Heinz Bonjean (Bauer Heinz)
Malermeister im väterlichen Betrieb
Ehrengarde der Stadt Köln

Jungfrau Werner von Meer (Jungfrau Vera)
Besitzer des Stüttgenhofs (landwirtschaftlicher Betrieb)
Ehrengarde der Stadt Köln

Prinzen-Motto: Kölle darf niemols ungerjon, Kölle muss iwig levve


1960 29.02. - Jedem Dierche sing Pläsierche

Prinz Peter Neufert (Prinz Peter IV.)
Architekt
Rote Funken

Bauer Oskar Hamacher (Bauer Oskar)
Süßwarengroßhandel
Rote Funken

Jungfrau Josef Schneider
Oberinspektor bei der Bundesbahndirektion
Rote Funken


Prinzen-Motto: Alles för Kölle un der kölsche Fasteleer


1961 13.02. - Mer Weetschaffswunderkinder

Prinz Peter Schumacher (Prinz Peter V.)
Süßwarengroßhandel
Grosse KG von 1823

Bauer Paul Olpp (Bauer Paul)
Architekt
Grosse KG von 1823

Jungfrau Josef Schneider


Prinzen-Motto: Fidel un löstg, unverfälscht, in dingem Hätze immer kölsch

Ereignisse im Kölner Karneval 1961

18 Kölner Karnevalisten, darunter auch das Dreigestirn mit Prinz Peter V. (Schumacher) an der Spitze, nehmen an der vierten Steubenparade am 30. September in New York teil. In Köln werden sie von Oberbürgermeister Theo Burauen verabschiedet.


1962 05.03. - Wat et nit all jitt

(Flutkatastrophe in Hamburg)

Prinz Alex Schaaf (Prinz Alex I.)
Generalvertreter für Käse
Große Kölner KG

Bauer Oswald Raymund Becker (Bauer Ray)
Inhaber einer Goldleistenfabrik
Große Kölner KG

Jungfrau Winand Lukas (Jungfrau Winanda)
Textil und Kurzwarenhandel
Große Kölner KG

Prinzen-Motto: Kölsch dat Woot un kölsch d´r Senn, dat litt en unserm Hätze dren.

Ereignisse im Kölner Karneval 1962

In der Kleidung der Gründerjahre zieht der Vorstand der "Ehrengarde der Stadt Köln" anläßlich seines 60jährigen Jubiläums auf.

Mit seiner Parodie "Der Hirtenknabe von St. Kathrein" erlebt Jupp Schmitz auf der Prinzenproklamation einen totalen Reinfall. Im darauf folgenden Jahr hat er mit einer "Parodie auf die Parodie" wieder rauschenden Erfolg.

Unter dem Motto "Wat et nit all gitt" zieht der Rosenmontagszug bei Eis und Schnee durch die Stadt.
Die Deutsche Meisterschaft des 1.FC Köln löst im Mai eine "zweite Karnevalswelle" aus.


1963 25.02. - Köln lässt grüßen kunterbunt, Presse, Fernsehen und den Funk

Prinz Franz Pohl (Prinz Franz VII.)
Bankkaufmann
Prinzen-Garde

Bauer Leo Körsgen (Bauer Leo)
Oberinspektor bei der Bezirksregierung
Prinzen-Garde

Jungfrau Horst Fischer (Jungfrau Horstine)
Versicherungskaufmann


Prinzen-Garde Prinzen-Motto: Loot kölsche Aat nit ungerjon, dann bliev Kölle iwig beston.

Ereignisse im Kölner Karneval 1963

Der amerikanische Präsident John F. Kennedy begrüßt die Kölner am 23. Juni anläßlich eines Besuches mit "Kölle alaaf!" Grund für die "Große Kölner", Kennedy und den deutschen Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer auf ihrem Sessions-Orden mit der Textzeile "Nit nur Kölsche sagen alaaf" zu verehren. Doch nach der Ermordung Kennedys kommen Zweifel auf: "Künne mer...?" Die US-Botschaft meint: "Ja!" Also wird der Orden zwar ausgegeben, aber auf einem Beipackzettel mit der Bitte versehen, ihn nicht zu tragen.


1964 10.02. - Kölsch Panoptikum

Es zog das erste komplette Dreigestirn von der „Schäl Sick“ in den Kölner Karneval.



Prinz Heinz Schmalen (Prinz Heinz V.)
Inhaber einer Sanitärfirma
Große Mülheimer KG

Bauer Heinz Simokat (Bauer Heinz)
Inhaber der Fa. Simokat Kaminsteine
Große Mülheimer KG

Jungfrau Dr. Dr. Franz- Josef Broicher (Jungfrau Franziska-Josefin)
Facharzt für HNO und Kiefernchirurg
Große Mülheimer KG


Prinzen-Motto: Op jeder Sick vum Rhing es Kölle ding un ming.

Ereignisse im Kölner Karneval 1964

Ferdi Leisten, (der erste Prinz der 1959 im Gürzenich proklamiert wurde), wird Präsident des Festkomitees. Leisten begann zielstrebig mit der Einrichtung eines Archivs.


1965 01.03. - Olympiade der Freude

Prinz Georg Muskulus (Prinz Georg I.)
Inhaber der Fa. Markisen und Campingartikel Musculus
Kölnische KG

Bauer Teo Scholl (Bauer Theo)
Metzgermeister und Inhaber des Hotel Frings
Kölnische KG

Jungfrau Horst Liepert (Jungfrau Horstine)
Kaufmann in der Pharmaindustrie
Kölnische KG


Prinzen-Motto: Fastelovend, Olympia der Freude. Zo Kölle am Rhing en alle Hätze Sonnesching.


1966 21.02. - Kaum zu glauben

Prinz Hermann Forstbach (Prinz Hermann II.)
Großhandel für Süßwaren, Spirituosen und Tabakwaren
Lyskircher Junge

Bauer Robert Haag (Bauer Robert)
Inhaber einer Eisenwarenhandlung
Lyskircher Junge

Jungfrau Albert Bernhard (Jungfrau Albertine)
Uhrmacher und Inhaber einer Uhrengroßhandlung
Lyskircher Junge


Prinzen-Motto: Maht Freud üch, doht laache un hat vill Humor, dat wünsche vun Hätze Prinz, Jungfrau un Boor.

Ereignisse im Kölner Karneval 1966

Die Mitglieder der "Große von 1823 e.V." wählen ihren Präsidenten Jupp Fabry ab. Die Mehrheit des Vorstandes ist damit nicht einverstanden, ein größerer Kreis von Fabry-Anhängern trennt sich von der Gesellschaft und gründet später die "K.G. Kölsche Narren Gilde e.V."


Quelle: www.koelnerkarneval.de & www.karneval.de - Zusammengewürfelt von Michael G. Oswald


    

 

 

 

 

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