|
Im Herbst 2011
besiegelten die Oberbürgermeister aus Köln und Rio de Janeiro zusammen mit
zahlreichen institutionellen Vertretern eine Städtepartnerschaft, die die
Menschen beider Städte zueinander zu führen will. Das Festkomitee Kölner
Karneval hat bereits erste Kontakte geknüpft und dokumentiert den Wunsch nach
kulturellem Austausch mit der Widmung des eigenen Sessionsmottos zur
Freundschaft zwischen den Menschen aus Köln und Rio de Janeiro. Seit fast 30
Jahren feiern übrigens schon die in Köln lebenden Brasilianer ihren Karneval in
Kölle und fördern damit aktiv das Zusammenleben zwischen Deutschen und
Brasilianern.
Es zählt zur Tradition im
Kölner Karneval, das Sessionsmotto regelrecht zu leben: Es spiegelt sich
beispielsweise wider in Liedern, Kostümen, Saaldekorationen, Mottofeiern und und
und … Das Festkomitee Kölner Karneval fördert dies mit einem exklusiven Logo für
dieses spezielle Motto, das auf eigenen Kollektionen umgesetzt werden wird. Die
Erlöse aus dem Verkauf der Sessionsprodukte kommen den Kölner
Karnevalsgesellschaften zu Gute. Wie in jedem Jahr sind das Sessionsmotto und
das Sessionslogo geschützt. Das Logo zeigt ein rotes Herz, in dem Konfettis wie
Blutkörperchen tanzen – „Fastelovend em Blot“ eben –, im Hintergrund sind der
Kölner Dom und der „Zuckerhut“ von Rio de Janeiro zu sehen, ein Kölsches
Trömmelche und eine Samba-Trommel aus Rio runden das Motiv ab. Das Sessionslogo
2013 hat der Kölner Künstler Rollo Jochmann entworfen.
Wer
darf das Motto des Kölner Karnevals nutzen?
Das
Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e. V. als Gesamt-Interessenvertretung
des Kölner Karnevals und somit als Dachorganisation von mehr als 100
Karnevalsgesellschaften gewährt den angeschlossenen Gesellschaften wie auch in
der Vergangenheit die Nutzung des Mottos für die Pflege der karnevalistischen
Traditionen.
Alle anderen
Personen, Firmen und Institutionen, die das Motto nutzen bzw. vermarkten wollen,
haben dies mit dem Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e. V. vorher
schriftlich zu vereinbaren.
Dritte, die
andere bzw. eigene Interessen verfolgen und zum Beispiel das Motto ohne
Absprache kommerziell nutzen wollen, werden nicht mehr geduldet. In der Session
2011 wurde dies deutlich thematisiert. Mehrfach wurden Vereinbarungen und die
Einhaltung von Absprachen eingefordert. Für die Session 2012 wird das
Festkomitee die Rechte an dem Motto – insbesondere zum Wohle der
Karnevalsgesellschaften – notfalls gerichtlich durchsetzen. Das Motto und auch
dessen „Wort-Bild-Marke“ sind gesondert geschützt. Die alleinigen Rechte gehören
dem Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V.
Kölner Karnevalsmotto nicht umsonst zu haben
Festkomitee erhebt Lizenzgebühr für Sessionsmotto
Wer mit dem Motto der Session werben will,
muss dafür eine Lizenzgebühr an die Gemeinnützige Gesellschaft des Kölner
Karnevals mbH entrichten. Festkomitee-Vizepräsident und Zugleiter Christoph
Kuckelkorn, gleichzeitig auch Schöpfer des Mottos, hat die Devise des Kölner
Karnevalszuges als Wortmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt eintragen
lassen.
Nur den Mitgliedern des Festkomitees ist es
erlaubt, das Motto kostenfrei zu verwenden. Alle anderen, die den Leitspruch für
ihre Zwecke benutzen möchten, müssen für die Nutzung eine Lizenzgebühr
entrichten. Unter den Markenschutz fällt neben verschiedenen Werbematerialien
auch die Durchführung von Festveranstaltungen und Karnevalssitzungen.
Sowohl die Stadt und die KölnTourismus
GmbH, als auch fliegende Händler, die unter dem Motto ihre karnevalistischen
Produkte unter das närrische Volk bringen wollen, müssen demnächst ihre
Geldbörsen öffnen. Auch für den Vertreiber des Mottoschals werden Gebühren
fällig. Die musikalische Verbreitung des Mottos in Form der Mottolieder ist auch
weiterhin kostenlos.
Mit den Einnahmen aus der Lizenzgebühr
sollen die Verluste aus der Reduzierung der Anzahl von Lastwagen, für deren
Plätze gezahlt werden muss, ausgeglichen werden. Die Zahl von ursprünglich 100
Lastwagen entlang des Zugweges soll um eine "zweistellige Anzahl" reduziert
werden. Dadurch bleibt mehr Platz für das "gemeine Narrenvolk", das während des
Rosenmontagszuges auf Kamelle- und Strüßjerjagd geht.
(Festkomitee Kölner Karneval)
|